Alben – LP Kritiken

LP Kritiken

16.06.2018

Laura Carbone – Empty Sea

Von all der Musik die in den letzten Jahren so durch meine Ohren ging und das war nicht übermäßig viel, gehört dieses Album zu den entspannteren Rock Alben. Sphärischer und psychedelischer Gitarrenrock für Freunde des Genres. Aufmerksam geworden bin ich auf das Album durch eine Empfehlung auf Radio 1, das Vinyl der Woche, glaube ich. Ein klanglich interessantes Album das, soweit ich das einordnen kann, eher durch den Amerikanischen Sound geprägt ist als durch den deutschen bzw. europäischen.
Kraftvolle, sphärische und psychedelische Stücke finden sich auf dem Album, die Texte, schwierig zu durchschauen und zu lesen, nehmen eher indirekt Bezug auf Lebenserfahrungen der Künstlerin, vermutlich, laden zum Nachdenken ein, zum vertiefen und drauf einlassen. Ich mag die Texte sehr, gerade weil sie sich mir nicht sofort erschließen und das Gefühl vermitteln das ihnen eine starke poetische Kraft innewohnt. Das Album wird auch immer besser je öfter ich es höre.
Alles in allem eine Empfehlung für jeden der beispielsweise einen chilligen Nachmittag mit einem guten Rockalbum verbringen möchte.

29.07.2018

Isolation Berlin – Vergifte dich

Musik aus Berlin, vermutlich, der Bandname lässt es vermuten und meine Recherche im Netz bestätigt das. Die Songs sind relativ gemächlich, kein drückend vorantreibender Rock aber auch kein langweiliges vor sich hin Gedudel. Gitarre, Bass und Schlagzeug wenn ich das richtig heraus gehört habe. Die Texte wirken ehrlich und wenig gekünstelt. Ich habe etwas gebraucht um an das Album ran zu kommen, nach dem ersten Hören dachte ich mir „Man, was ne lahme Nummer.“ Das war aber eine Fehleinschätzung. Die Stücke sind gut geschrieben, es macht immer mehr Spaß das Album zu hören. Je öfter ich es höre, je besser ich die Texte kenne desto mehr gefällt es mir. Auch die Instrumentale Arbeit kommt einen immer besser vor. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl das einige Textpassagen aus dem Medien/Firmen Brainstorming stammten aber sich bin ich mir nicht mehr, meine Erinnerung ist etwas getrübt was das angeht. Doch zurück zu den Texten als solches: Alles wirkt sehr direkt und wenig herbeigedacht, der Berlin Bezug ist ziemlich offensichtlich, würde mich sehr überraschen wenn der oder die Künstler nicht in der Stadt heimisch wären oder zumindest eine Zeitlang dort gelebt hätten. „Serotonin“ und „Vergifte dich“ sind mir am stärksten im Gedächtnis geblieben aber auch „Antimaterie“ und „Die Leute“ sind ziemlich stark. Natürlich gibt es auch einige Songs die ich als Gefühlsduselei abtun würde. Aus einem mir nicht verständlichen Grund sind mir diese Songs nicht so zugänglich. Alles in allem ein gutes Album das man sich immer wieder anhören kann und das nicht langweilig wird, auch weil es ein deutsches Album ist und somit ohne englische Texte auskommt. In meiner Welt etwas besonderes.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s